Pai in der Regenzeit, Teil I

Die Regenzeit offenbart verborgene Qualitäten

Die Regenzeit in Thailand zeigt verborgenen Qualitäten

Die Regenzeit in Thailand zeigt verborgenen Qualitäten

Viele schreckt sie ab, manche sind genervt, aber andere wiederum lieben sie. Wir meinen die Regenzeit in Thailand. Es gibt nur wenige Tage an denen es den ganzen Tag über regnet. Meist kommt der Regen Monsun artig. Mit dicken Tropfen prasselt das Wasser auf einen herab, fast so als währe man unter der Dusche. Und genau so lange dauert dieser Regenguss dann auch. Nach 20 Minuten ist es auch schon wieder vorbei. Die dunklen Wolken am Himmel sind verschwunden und die Sonne strahlt wie an einem herrlichen Sommertag in Europa. Zugegeben, es ist etwas wärmer und die Hitze verdampft das Wasser auf den Strassen und Feldern sofort wieder, bis der nächste Regenschauer die Temperaturen wieder auf ein angenehmes Niveau bringt.

Dafür wirkt die Landschaft fast wie ein surrealistisches Gemälde. Bunt in der Sonne glitzernd, von Nebelschwaden durchzogen und die vielen Wolken am Himmel bilden das Federbett für die Engel.

Die Regenzeit ist eine launische Diva, welche sich dann doch öfters wechselnd von all ihren guten und schlechten Seiten zeigt.
Doch das macht es erst richtig interessant zu reisen, und wenn man die Regengüsse nimmt wie sie kommen kann man doch so einiges erleben und oftmals netteMenschen kennen lernen. Schon aus diesem Grund stört es uns nicht während dieser Jahreszeit in Thailand zu reisen.

Ständig wechselt der Rahmen welcher die Landschaft umgibt.

Ständig wechselt der Rahmen welcher die Landschaft umgibt.

Ein Ausflug nach Pai

Von Freunden erhielten wir eine Einladung nach Pai, und da es von Chiang Mai nur etwa 130 km sind, wir das Wochenende nichts bestimmtes vor hatten, sind wir dieser freundlichen Einladung gefolgt. Denn schliesslich ist es immer etwas besonderes mit Freunden ein Wochenende zu verbringen - und dann auch noch in Pai – Super!

Schon während unserer Anreise lies der Himmel über den steil aufsteigenden Bergen nichts gutes vermuten. Die Wolken waren fast schwarz und die Berggipfel waren nicht zu erkennen. Doch hinter jeder Kurve veränderte sich der Himmel. Die Sonne blinzelte zwischen den Bäumen hindurch, oder aber war gänzlich verborgen. Dann wiederum sah man einen Regenschauer in unmittelbarer Nähe vom Himmel prasseln, während man selbst in der Sonne verweilend, dem Schauspiel zusah. Schon in eine der nächsten Kurven konnte es schon wieder nass sein, deshalb war es angebracht die Fahrt gemütlich anzugehen.
Jedes Jahr während der Regenzeit, geben die steil aufsteigenden Serpentinen unter der Last der Fahrzeuge und des Wasser die letzten Reserven um dann anschliessend während der trockenen Jahreszeit wieder erneuert zu werden. Auch das lässt die Fahrt um die vielen Kurven nicht angenehmer erscheinen. Doch dafür wird man mit einer Vielfalt an Farben und Geräuschen belohnt. Die etwas langsamere Fahrt nach Pai ist somit schon zu Beginn der Tour ein Erlebnis.
Und trotz der vielen Wolken am Himmel, wurden wir nicht einmal von einem Regenschauer erwischt. Wir hatten das Glück auf unserer Seite.

Der Pai River schlängelt sich durch das grüne Pai Tal

Der Pai River schlängelt sich durch das grüne Pai Tal

Am späten Nachmittag erreichten wir Pai. Die Sonne strahlte heiß auf uns herab und schliesslich waren wir doch froh bei unseren Freunden im Schatten zu sitzen und auf die Abendsonne zu blicken. Um uns herum zirpten die Insekten und die Vögel sangen ihre Lieder voller Lust und mit balzendem Gebaren.
Fast gleichzeitig, nachdem die Sonne am Himmel verschwunden war, kam der Regen. Zuerst nur kleine feine Tropfen, ähnlich dem Rasensprinkler im Vorgarten, doch dass sollte nicht lange so bleiben und schon nach nur kurzer Warnung (der Regen gab zu verstehen – schaut das ihr in Deckung geht) prasselte es auf uns herab. Ausser dem Geräusch der herunterfallenden Wassermassen war nicht mehr zu hören. Das ganze Schauspiel dauerte etwa 40 Minuten und dann war es auch schon vorbei. Das verhalf uns zu einer angenehm kühlen Nacht, denn schliesslich konnte die Sonne das Wasser ja nicht mehr verdampfen.

Pai ist eine der kühleren Landschaften Thailands und im Winter kann es durchaus um die 2 Grad Celsius erreichen. Das liegt an der günstigen Lage des Ortes. Pai liegt in einem grossen Tal, welches kreisrund von hohen Bergen umschlossen ist. Das Tal wird von alles Seiten mit frischem Quellwasser aus den Bergen versorgt und die kleinen Flüsse finden ihr Ziel schliesslich im Pai Fluss.
Das ermöglicht eine üppige, vielfältige Vegetation und auch die Bauern profitieren davon. Dennoch sind die Anbauflächen begrenzt, so sehr dass eine kommerzielle Nutzung durch die Industrie bisher nicht erfolgte. Auch die langen Transportwege scheinen einen kommerziellen Erfolg eher zu verhindern als zu fördern. Und das ist einer der Gründe weshalb Pai so idyllisch und autonom wirkt.

Von Touristen wird diese Gegend geliebt, denn es ermöglicht dem Besucher eine Vielfalt an unterschiedlichsten Ausflügen. Wir haben darüber bereits zuvor in einem unserer Artikel berichtet (Pai – aktiv und erholsam).

Wir hatten beschlossen mit dem Motorrad die nähere Umgebung von Pai zu erkunden. Unsere Fahrt führte uns kreuz und quer durch das Pai Tal, des öfteren mussten, nein durften wir den Pai Fluss überqueren und der Tag schien gerade ausreichend lang um all das zu sehen was uns am Herzen lag.
Ausserdem konnten wir nicht wissen, wann uns der Regen erwischen wird. Und das würde unseren Zeitplan durchaus etwas verändern. Deshalb hatten wir keinen genauen Plan und liessen alles auf uns zukommen, wie es eben kommen sollte.

Twins Elephant Camp

Mrs. Tad, die freundliche Inhaberin des Twin Elephant Camp

Mrs. Tad, die freundliche Inhaberin des Twin Elephant Camp

Nachdem die Nacht herrlich kühl war, was wir dem Regen am Abend zuvor zu verdanken hatten, beschlossen wir mit einem Bad in den heissen Quellen den Tag zu beginnen. Hier meine ich nicht die heissen Quellen im Nationalpark, sondern eine Einrichtung welche eher einem Spa gleicht. Man hat dort die Möglichkeit in dem heissen Quellwasser zu schwimmen oder aber auch nur zu relaxen. Eine Tasse Kaffee in der warmen Wanne ist am Morgen durchaus nicht zu verachten.
Leider wurde die Anlage gereinigt und renoviert, so dass es kein morgendliches Bad geben sollte. Unser Freund wollte jedoch nicht auf seinen Kaffee verzichten und meinte wir sollten doch in Twins Elephant Camp eine Tasse Kaffee trinken. Er kenne die Besitzerin und die sei ganz nett. Warum auch nicht, denn Kaffee, zusammen mit netten Leuten ist immer eine gute Sache.

Im Camp herrschte reges Treiben, denn eine Gruppe junger Touristen bekam soeben die Einweisung mit den Elefanten, welche sie kurze Zeit später reiten würden. Dennoch wurden wir freundlich empfangen und nach einem kurzen Bericht von unserer bisherigen Rundfahrt, genauer gesagt der Enttäuschung nicht zu baden, bot uns die freundliche Dame an in ihren Wannen ein heisses Bad zu nehmen. Das ganze natürlich kostenlos.
Erfreut sagten wir ohne lange nachzudenken zu, denn ein solches Angebot sollte man nicht ausschlagen, denn es könnte die Gastfreundschaft der Dame des Hauses verletzen.
Hinter dem Haus waren die Wannen aufgestellt, und sogleich machte sich ein Arbeiter daran diese mit dem heissen Quellwasser zu füllen.

In dieser Gegend des Tales sprudeln die Quellen heiß aus der Erde. Fast jedes Haus hat deshalb eine eigene Leitung mit dem heissen, schwefelhaltigen Quellwasser. Man muss also einfach nur den Wasserhahn aufdrehen und schon sprudelt das geruchsintensive Wasser heraus. Der Geruch nach faulen Eiern ist anfangs sehr aufdringlich, doch nach etwa 10 Minuten hat sich unser Geruchssinn daran gewöhnt, so dass wir die Dämpfe nicht mehr wirklich wahrnehmen.

Trotz bescheidener Ausstattung hatten wir unseren Spaß

Trotz bescheidener Ausstattung hatten wir unseren Spaß

Die Wannen des Heim Spa waren etwa 1 Meter runde Betonrohre, welche an der Innenseite mit feinem Zement verputzt waren. Die vier Rohre waren im Kreis oder im Rechteck (so genau war das nicht zu erkennen) aufgestellt. Wir konnten jeder eine eigene Wanne nutzen und uns auch noch vergnügt unterhalten. Nach etwa einer Stunde baden im heissen Quellwasser hatten wir genug und beschlossen noch ein kaltes Getränk bei der freundlichen Herrin des Twins Elephant Camp einzunehmen.

Während des Gespräches wurde mir klar das die Inhaber dieses Camps sehr viel Wert auf die Artgerechte Haltung der Elefanten legen. So werden die Elefanten jeden Tag in den Dschungel zum Übernachten gebracht, und nur die Elefanten welche gebraucht werden kommen in das Camp.
Bevor die Touristen auf den Elefanten reiten, lerne sie die einfachsten Regeln im Verhalten mit dem Tier. So eine Einweisung dauert etwa 30 Minuten, ist aber gut für den Elefant und lehrreich für den Besucher.
Uns ist ausserdem aufgefallen, dass die meisten Reiter nur auf dem Rücken der Tieren sitzen, so dass der Elefant nicht auch noch das schwere Gestell tragen muss. Nur für besonders ängstliche Reiter wird das Holzgestell aufgelegt. Doch ehrlich gesagt ist ein Ritt auf dem blanken Rücken des Tieres viel angenehmer als auf dem schwankendem Gestell.

Kurze Instruktionen damit man den Elefant auch kennenlernt bevor man darauf reitet.

Kurze Instruktionen damit man den Elefant auch kennenlernt bevor man darauf reitet.

Doch im Twin Elephant Camp gibt es noch mehr Angebote. Ein sehr beliebter Spass bei den Touristen ist das Bamboo Rafting auf dem Pai Fluss. Auf einem Floss aus Bambus zusammengebaut treiben die Touristen den Fluss in Richtung Mae Hong Son hinunter. Mae Hong Son erreichen die Flosse natürlich nicht, denn das würde zwei Tage dauern, doch eine Flusstour über 6 Stunden hat auch seinen Reiz.

Wer von einem 2 bis 3 stündigen Elefantenritt zurück kommt, hat manchmal das Bedürfnis nach einer Massage, und so bietet es sich an in Twins Elephant Camp sich direkt nach dem Ritt verwöhnen zu lassen.

Wer nun den netten Leuten im Camp vertraut, kann für einen anderen Tag eine Sightseeing Tour in einem Minibus bei Twins buchen.

Das üppige Angebot in Twins Elephant Camp ist nicht aufdringlich sondern eher zurückhaltend präsentiert, so dass man sich schon nach einem kurzen Gespräch mit der Inhaberin durchaus gut aufgehoben fühlt.

Wir hatten jedoch unsere eigenen Pläne und einen Freund der sich in Pai bestens auskennt. Also beschlossen wir unseren eigenen kleinen Tagesausflug fortzusetzen.

Lesen Sie im nächsten Post, welcher in zwei Tagen mit einer ausführlichen Slideshow erscheint, wie die farbenfrohe Regenzeit unseren Tagesausflug versüßte.
Bis dahin erfahren Sie mehr über Pai, wenn Sie auf die unten aufgeführten Links klicken.

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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