Lampang

Lampang

Der Hahn ist das Wahrzeichen von Lampang

Der Hahn ist das Wahrzeichen von Lampang

Lampang ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Norden Thailands. Die Stadt liegt etwa 700 km nördlich der thailändischen Hauptstadt.

Lampang wurde während des Dvarati Reiches im 7. Jahrhundert gegründet. Die Stadt diente als Schwesterstadt von Hariphunchai dem heutigen Lampun. Hariphunchai war die Hauptstadt des damaligen Mon Reiches. Erst 1292 eroberte König Mengrai das Mon Gebiet und gliederte es in das Lanna Reich ein.

Nach langen Streitigkeiten mit Burma, gelang es schließlich König Taksin die Grenzen festzulegen.

Wappen und Wahlspruch

Das Wappen von Lampang ist ein Hahn. Die Legende besagt das der Gründer der Stadt ein Halbgott gewesen war. Er glich im äußeren einem Menschen und einem Hahn gleichermaßen.

Der Wahlspruch der Provinz Lampang lautet:

Das Land der berühmten Kohle,
mit weit bekannten Pferdekutschen.
Lampang die Stadt des Schreins Prathat Lampang Luang,
Töpferwaren und Elefanten aus Lampang sind weltbekannt.

Wirtschaft

In der Provinz Lampang gibt es viele natürliche Ressourcen wie Braunkohle, Ton, Marmor und Edelhölzer.

Die Keramik Industrie ist seit vielen Jahrhunderten ein wichtiger Bestandteil der Provinz. Nachdem China in den letzten 50 Jahren mehr und mehr Keramikprodukte exportierte, mussten viele Familienbetriebe in Lampang ihre langjährigen Unternehmen schließen. Doch mit Hilfe der Regierung und durch die Vereinigung der Keramikfabriken in Verbände, hat dieser Industriezweig wieder mehr an Bedeutung gewonnen. Vor allen die gute Qualität der Keramikerzeugnisse haben diese Produkte wieder populär werden lassen und den Verkauf weltweit gesteigert. Der überwiegende Teil der Keramikproduktion ist für den Export bestimmt.

Die Stadt Lampang

Stadtrundfahrt in einer Kutsche

Stadtrundfahrt in einer Kutsche

Wir haben die Stadt Lampang besucht, und wir waren alle positiv überrascht. Die Stadt Lampang wirkt sehr freundlich auf Fremde und wir hatten immer das Gefühl auf einer relaxten Urlaubsreise zu sein, was bei Städtetouren eher weniger der Fall ist. Die Gebäude der Stadt sind oftmals noch aus Holz erbaut. Der architektonische Stil der Häuser erinnert ein wenig an den Kolonialstil der französischen Besatzer in Laos, aber auch an die Herrenhäuser in alten Filmen, nur eben nicht so groß und pompös.

Eigentlich wollten wir das traditionelle Pferdekutschen Fest besuchen. Das Fest wurde an einem Samstag Abend eröffnet, so dass wir genügend Zeit hatten, tagsüber die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Als erstes mieteten wir uns eine Pferdekutsche für eine kurze 30 Minuten andauernde Stadtrundfahrt. Diese Kutschen wackeln so sehr, dass ich während der Rundfahrt keine Photos machen konnte, dennoch war es eine gute Idee, denn dadurch erhielten wir Informationen und einen Überblick über das Stadtzentrum.

Nach der Pferdekutschenfahrt sind wir mit dem Motorrad weitergefahren. Natürlich haben wir viele der bekannten Sehenswürdigkeiten besucht. Auffällig war die Hilfsbereitschaft der Städter, denn wann immer wir Fragen hatten, wurden diese bereitwillig und ausführlich beantwortet.

man findet viele unterschiedliche Kulturen in Lampang

man findet viele unterschiedliche Kulturen in Lampang

Lampang hat noch einige Tempel welche von der Mon aber auch von der burmesischen Kultur geprägt sind. Der Tempel Sri Rong Muang ist ein Beispiel dafür. Wesentlich bedeutender ist der Tempel Mon Jumsin. In beiden Tempeln kann man die Bauweise der antiken Mon Völker bestaunen.

Wirklich sehenswert ist der Tempel Pongsanook. Der Tempel besteht aus zwei Ebenen. Die untere Ebene bildet den Vorhof, beherbergt aber auch wichtige Tempelgebäude wie etwa die Ordinationshalle, verschiedene Schreine und kleinere Pagoden. Das obere Plateau, welches eigentlich nur 50 Stufen höher sitzt, ist umrahmt von einer eigenen Tempel Mauer. Die innere Plattform ist von allen vier Seiten über, von Nagas bewachten Treppen zu erreichen. Darin befindet sich eine wesentlich größere Pagode und ein Schrein mit einer Buddha Statue.
Im Wat Pongsanook kann man außerdem noch alte, originale Reliquien verstorbener Mönche betrachten. Neben einem Thron, sieht man buddhistische Zeichen und Wappen.

Sehr bekannt ist auch der Wat Phrakeawdontao. Dieser Tempel war im 15. Jahrhundert, für 32 Jahre, die Heimat des berühmten Smaragd Buddhas, welcher heute in Bangkok zu besichtigen ist. Ein sehr altes Tempelgebäude aus der Gründungszeit von Lampang ist das einzig noch erhaltene Gebäude aus der Antike.
Am Eingang ist von Nicht-Buddhisten ein Eintritt von 20.- Baht zu entrichten. Da die Tempelanlage sehr sauber und gepflegt erscheint, sollte diese Gebühr von Herzen bezahlt werden. Wir durften dennoch den Tempel kostenlos besuchen, da der freundliche, ältere Herr an der Kasse, sogleich erkannte das wir den Tempel respektvoll betreten wollen. Ich muss es nochmals erwähnen, auch hier gab es keine Diskussionen, und jede Konversation ob mit Mönchen oder anderen Menschen verlief freundlich und respektvoll. Die Bevölkerung von Lampang verdient eine Auszeichnung wegen ihres freundlichen und ehrlichen Umgangs mit Touristen.

Hor A-Mok Festung

Hor A-Mok Festung

Nachdem wir genug Tempel besucht hatten, beschlossen wir zum Hor A-Mok zu fahren. Auf unserem Lampang Stadtplan erscheint das Hor A-Mok so groß und wichtig. Als wir schließlich dort ankamen, waren wir total überrascht, diese kleine, runde, aber dennoch hohe Festung zu sehen. Diese Festung hat nur einen Eingang, einen Durchmesser von etwa 4 Metern und eine Höhe von ca. 6 Meter. Dieses eigenartige Gebäude diente als letzter Rückzug der Bevölkerung in Kriegszeiten. Offensichtlich war es sehr schwierig diese Festung einzunehmen.

Wie schon zuvor erwähnt, gibt es in Lampang sehr viele Holzhäuser. Das wohl bekannteste Holzhaus ist die Baan Saonak Residenz. Das Haus ist aus Teak Holz erbaut und steht auf unzähligen dicken Säulen aus Teakholzstämmen. Die Saonak Residenz beherbergt ein Museum mit antiken Gebrauchsgegenstände der Mon, Burma und Lanna Kultur. Der Eintrittspreis ist 30.- Baht.

Eine Slideshow über Lampang

Entlang des Wang Flusses, wollten wir dann am späten Nachmittag etwas Ruhe und vor allem eine kühle Erfrischung finden. Das war gar nicht so einfach, denn die meisten Restaurants an den Ufern öffnen erst gegen Abend. Erst nach längeren suchen, entlang des Flussufers haben wir schließlich gegenüber des Kuenyang Park einige kleine, fahrbare Suppenküchen entdeckt. Die Händler haben ihre Wagen an der Straße geparkt, kleine Tische und Hocker auf Matten, entlang des Flussufers gestellt und Snacks verkauft. Da an dieser Stelle sehr viele große Bäume stehen, konnte man im Schatten etwas entspannen und von den angebotenen Speisen naschen.

Lampang erschien uns bisher als sehr freundliche, verschlafene, relaxte aber dennoch sehr reizvolle Stadt. Wir genossen den Tag und freuten uns auf den Abend, auf das Pferdekutschen Fest, den Nachtmarkt und auf alles was uns noch überraschen könnte.


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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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