Hochwasserkatastrophe in Thailand und die Auswirkungen auf den Tourismus

Die Hochwasserkatastrophe wirft Thailand um Jahre zurück

Welche Schäden erleidet Thailand durch die Hochwasserkatastrophe?

Welche Schäden erleidet Thailand durch die Hochwasserkatastrophe?

Die tatsächlichen Schäden, welche durch die Hochwasserkatastrophe 2011 verursacht wurden, sind derzeit noch nicht festzustellen. Die Schäden an Privathaushalten werden vermutlich nur in geringem Teil von der Regierung kompensiert.

Um Thailand jedoch vor langfristigen wirtschaftlichen Schäden zu bewahren, werden schon jetzt Pläne entwickelt. Vor allem die Tourismusindustrie unternimmt erste Schritte um den Vorsprung gegen die stark konkurrierenden Nachbarländer nicht zu verlieren.

Noch im März diesen Jahres hatten wir darüber berichtet wie die angestrebten Pläne und Ziele der Tourismusbranche aussehen. Das Hauptziel wurde von dem damaligen Premier Abhisit ausgegeben. Mehr Qualität statt Quantität war die Devise. In einem offenen Brief hatten wir seine Pläne kritisiert und darauf verwiesen, dass Quantität ebenso wichtig für Thailand ist wie Qualität.

Was Herr Abhisit damals jedoch nicht wissen und auch nicht einplanen konnte, ist die verheerende Hochwasserkatastrophe welche Thailand im Spätsommer 2011 heimgesucht hat.

Tourismusindustrie braucht dringend Hilfe

Die Hochwasserkatastrophe in Thailand hat viele touristische Gebiete getroffen, und eine Wiederherstellung der betroffenen Gegenden kann noch Monate andauern.

Sport Minister Chumpol Silapaarcha plant das Kabinett zu bitten auf die Visa Gebühren und auf die Flugzeug Parkgebühren am Flughafen Suvarnabhumi zu verzichten.

Bereits im letzten Jahr wurden die Visagebühren ausgesetzt, nachdem Thailand mit innerpolitischen Problemen zu kämpfen hatte. Der Verzicht auf die Visa Gebühren kompensierte einen großen Teil der Ausfälle. Vor allem Touristen aus China und Russland nahmen damals die günstige Gelegenheit war um Thailand zu bereisen.

Seit dem 31. März 2011 sind die Visa Gebühren wieder eingesetzt. Die Branche hatte sich etwas erholt und es wurden die o.g. neuen Ziele ausgegeben. Doch nun sieht es danach aus, dass die so hoch gefeierten Zuwachsraten zurückgegangen sind. Deshalb braucht die dritt wichtigste Branche in Thailand unbedingt schnell greifende Hilfen.

Welche Maßnahmen werden ergriffen?

TCBE

Das thailändische Messe- und Veranstaltungs- Büro (TCEB) plant für die nächste Woche, sich mit den verantwortlichen dieser Industrie zu treffen um die Schäden und Verluste zu kalkulieren. Das TCEB wird mit Sicherheit die Regierung dazu auffordern die Schäden zu kompensieren um das Vertrauen der internationalen Geschäftspartner wieder herzustellen.

TAT

Die Tourism Authority of Thailand (TAT) will ebenfalls in der kommende Woche einen Plan erstellen, wie die Schäden an der Tourismus Industrie kompensiert werden können. Der Schwerpunk soll auf den nationalen Tourismus ausgelegt werden, indem die Bevölkerung animiert wird so genannte Rehabilitationsreisen in die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebiete zu unternehmen.

Thai Airways

Piyasvati Amranand, der Präsident der Thai Airways International, kündigte an, dass Flüge, im Rahmen der "Southern Thailand Flood Relief" Aktion, 47 – 58 Prozent günstiger werden würden. Dafür plant die Thai Airway täglich 5.039 Passagieren von Suvarnabhumi Airport in die südlichen Provinzen zu fliegen. Notfalls sollen mehr Flugzeuge eingesetzt werden.
Flüge von Bangkok nach Surat Thani sollen von 4.290.- Baht auf 1.820.- Baht reduziert werden. Andere vorgesehen Ziele sind Bangkok – Krabi von 4.490.- Baht auf 1.920.- Baht, Bangkok – Phuket von 4.675.- Baht auf 2.015.- Baht, Bangkok – Hat Yai von 5.155.- Baht auf 2.255.- Baht und Bangkok – Samui von 6.360.- Baht auf 2.930.- Baht.

Was unternimmt die Regierung?

Während die privaten Sektoren schon Schäden kalkulieren, scheint die Regierung immer noch keine Lösungsvorschläge zu haben. Selbst einfache Dinge wie etwa der öffentliche Transport scheinen den Behörden Schwierigkeiten zu machen.
Sehen Sie in einem weiteren Videoclip der Nation, welchen Schwierigkeiten die Bevölkerung ausgesetzt ist.


Quelle:

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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7 Antworten auf Hochwasserkatastrophe in Thailand und die Auswirkungen auf den Tourismus

  1. meines Wissens macht der Tourismus über 50 Prozent der Einnahmen des Staatshaushaltes von Thailand aus. Bricht der Tourismus zusammen ist Thailand schlichtweg pleite. Das schlimmste ist aber meines Erachtens das die ausländischen Firmen zuwenig Steuern zahlen das schaffen sie durch Tricks die hinlänglich bekannt sind dann wird nach Ablauf der Steuerbefreiung einfach der Besitzer gewechselt und der Betrug fängt von vorne an und die Gewinne gehen ins Heimatland unkontrolliert !!!
    Thailand muss noch viel lernen um ein gerechtes Staatswesen zu werden.

  2. Markus sagt:

    Als Farangs sind wir vermutlich immer etwas dazu geneigt, unseren Einfluss in diesem Land über zu bewerten. Der Tourismus ist sicher ein wichtiger Teil, aber 94% des BIP stammt aus anderen Quellen. Subjektiv mag die Wichtigkeit des Tourismus für den einen oder die andere sicher hoch sein, weil ausländische und lokale deutschsprachige Medien tendenziell öfter darüber berichten, als über den für Thais viel wichtigeren Rest der Wirtschaft. Entsprechend aber werden dann auch Reden der Regierung hervorgestrichen, wenn es um touristische Belange geht. Nicht zuletzt sind positive Darstellungen der Regierung (betreffend Tourismus) aber auch ein beruhigendes Signal an die ausländischen Investoren.

  3. JoJo sagt:

    Markus: Das BIP setzt sich aus vielen Faktoren zusammen und ist dementsprechend nur ein Richtwert. Neben IT Dienstleistungen und Reis Export ist der Tourismus die Dritt wichtigste Einnahmequelle für Thailand. 6 Prozent ist da auch schon ein hoher Anteil. Das heißt das 6 Baht aus 100 Baht aus der Tourismus Industrie gewonnen werden. Ich denke in Deutschland ist das wesentlich geringer (Handel, Verkehr und Gastgewerbe zusammen im Jahre 2010 + 3,8 Prozent). Da die Bundesrepublik aber keinen Gesamtanteil auswirft ist das in effektiven Zahlen nur schwer nachzuvollziehen.

  4. Markus sagt:

    Abschliessend noch ein paar nützliche Links, um falschen Angaben (siehe 1. Beispiel) vorzubeugen, immer im Wissen, dass Statistiken nie zu 100% genau sein können. Ist aber auf jeden Fall genauer, als sich fiktive Zahlen aus den Fingern zu saugen.

    Entwicklung BIP Thailand:
    http://www.google.ch/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_&met_y=ny_gdp_mktp_cd&idim=country:THA&dl=de&hl=de&q=bip+thailand#ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=ny_gdp_mktp_cd&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=country&idim=country:THA&ifdim=country&hl=de&dl=de

    Thailand Zahlen aus internationalen Datenquellen:
    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Internationales/InternationaleStatistik/Land/Asien/Thailand,templateId=renderPrint.psml

    Thailand Daten aus Sicht des Wirtschaftsprüfers:
    http://www.oav.de/fileadmin/c/asieninfo/wiha/wh_2010_thailand_kurz_th.pdf

    Grundsätzliche Angaben und Zahlen zu Thailand:
    http://www.indexmundi.com/de/thailand/

    Über Thailand als solches:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Thailand

    • JoJo sagt:

      Danke Markus, das nennt man Recherche. Danke auch an Joachim, denn er hat Markus dazu gebracht diese Unmenge an Beweismaterial bereit zu stellen.
      So etwas nenne ich gute Comments.

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