Das Goldene Dreieck

Willkommen am Goldene Dreieck

Willkommen am Goldenen Dreieck

Willkommen am Goldenen Dreieck

Es ist ein Begriff für Thailand Reisende und es ist populär in der ganzen Welt, obwohl der weltbekannte Ruf eher von zweifelhaften Ruhm ist. Das Goldene Dreieck, liegt an der Grenze zwischen Laos, Burma und Thailand.

Monumentale Statuen zieren den legendenumwobenen Ort

Monumentale Statuen zieren den legendenumwobenen Ort

Eine gelb glänzende, einem Dreieck gleichende Sandbank, an der Mündung des Ruak Flusses in den Mae Kong Fluss gibt diesem mystischen Ort seinen Namen. Klar zu sehen ist dieses legendenumwobene Goldene Dreieck nur während der trockenen Jahreszeit, denn dann hat der Mae Kong nur wenig Wasser und lässt die kleine Insel aus goldfarbenen Sand aus dem Wasser hervortreten.

Doch der Name des Ortes wurde nicht wegen der Sandbank in der Flussmündung weltbekannt, sondern vielmehr wegen dem regen Drogenverkehr in dieser Gegend. Spätestens seit Khun Sa in den Sechziger Jahren seinen Opiumhandel überwiegend über diese Schnittstelle der drei Länder abwickelte wurde das Goldene Dreieck zu dieser geheimnisvollen Gegend. Selbst in den 90ziger Jahren gab es noch Gerüchte um Drogentransporte aus dieser Gegend.

Die Lage ist dabei einzigartig, denn ein Transport von Burma , Südchina oder Laos ausgehend, konnte an dieser Stelle mühelos den gigantischen Fluss Mae Kong überbrücken. Noch bis vor 50 Jahren, war die Gegend um Chiang Sean vereinsamt und nur mit grossem Aufwand zu erreichen. Armee und Polizei scheuten den Aufwand diese Grenze zu bewachen, und so bot es sich für die meisten Drogenschmuggler an, diese Gegend als sichere Route zu benutzen.

Dabei ist dieser Ort gar keine buddhistische Gedenkstätte

Dabei ist dieser Ort gar keine buddhistische Gedenkstätte

Dies tat auch Khun Sa für viele Jahre, um seine Shan Armee aus den Gewinnen des Opium Handels zu bezahlen. Nachdem er jedoch zu mächtig und zu unberechenbar geworden ist, wurde Khun Sa von der burmesischen Armee gefangen genommen und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Khun Sa`s Gefolgsleute entführten darauf hin zwei russische Wissenschaftler, welche in Burma für einen internationalen Hilfsdienst tätig waren. Die beiden russischen Wissenschaftler wurden gegen Khun Sa ausgetauscht. Diese Aktion seiner Anhänger verhalf Khun Sa zu noch mehr Popularität und Macht. In den Jahren 1985 bis 1986 während einer einmaligen Zusammenarbeit der amerikanischen Regierung, der laotischen Armee, den burmesischen Milizen sowie dem thailändischen Militär, wurden zwei wichtige Drogentransporte mit insgesamt einer Tonne Opium und Heroin aufgespürt und beschlagnahmt. Gleichzeitig wurde die Armee von Khun Sa vernichtend geschlagen. Das schwächte die Truppen um Khun Sa ungemein und splitte diese in kleinere Gruppen, welche sich zum Teil der burmesische Regierung unterstellten. Khun Sa hingegen konnte seine Macht als ehemaliger Drogenkönig nutzen und sein Leben in Freiheit verbringen. Khun Sa starb im Alter von 73 Jahren (2007) in Yangon.

Heute zieren Spielcasinos die Flussufer von Laos und Burma

Heute zieren Spielcasinos die Flussufer von Laos und Burma

Opium Handel hat weit zurückliegende Wurzeln

Das Opium welches über das Goldenen Dreieck transportiert wurde, wurde meist mit Gold bezahlt. Dazu gab es nach chinesischer Tradition eigens erarbeitet Gewichte. Die größte Einheit eines Gewichts nennt man Viss. Ein Viss entspricht 100 Tikal und ist äquivalent zu 1.600 Gramm.

Das Glückspiel ersetzt das Opium, Gold weicht Geld

Das Glückspiel ersetzt das Opium, Gold weicht Geld

Entsprechend dieser Gewichtsordnung wurden Figuren aus Bonze gegossen, welche das Opium aufwogen. Hinzu kam das jede Opium Produktionsstätte seine eigenen Gewichte und Sigel benutzte, so konnte immer nachvollzogen werden, woher das Opium stammt und welcher Transportweg benutzt wurde. Eine Veruntreuung des Transportgutes wurde mit dem Tode bestraft.

Souvenier Shops und Restaurants säumen den Weg

Souvenier Shops und Restaurants säumen den Weg

Erst nachdem der Anbau von Opium durch die Regierungen als illegal gebrandmarkt wurde, kam es zu den grossen Opiumkriegen zwischen den Produktionsstätten. Das förderte den Anbau der kleineren und unabhängigen Opiumbauern wie etwa den Lahu und Akha Bergvölkern in Thailand. Rund um das Goldene Dreieck, Quer durch den Norden Laos bis nach Vietnam begannen die Bergvölker mit dem vermehrten Anbau und der Vermarktung in kleinerer Mengen von Opium. Über das Goldene Dreieck wurde das Opium und Heroin nach Bangkok als internationaler Knotenpunkt transportiert. Für lange Zeit schlossen die thailändischen Behörden beide Augen, zumal sie selbst Truppen im nördlichen Teil des Landes hatten, welche sich über den Handel mit Opium finanzierten (Lesen Sie hierzu den Bericht der CIF Armee in Doi Mae Salong).

Das Opium Museum im Goldenen Dreieck

anschauliche Darstellungen im Opium Museum

anschauliche Darstellungen im Opium Museum

Ein geschichtlicher Ort wäre als solcher nicht komplett würde es kein entsprechendes Museum geben. Deshalb findet man auch am Goldenen Dreieck ein kleines privat geführtes Museum, welches aber durchaus lohnenswert ist zu besuchen. Der Eintritt zum Museum beträgt 50.- Baht. Dafür bekommt man einiges zu sehen.

Gewicht um Opium aufzuwiegen

Gewicht um Opium aufzuwiegen

Opium Gebrauchsgegenstände wie Pfeifen, Spatel um das Opium zu ernten, Wachsfiguren und viele weitere anschaulich dargestellte Objekte.
Der Rundgang dauert etwa eine Stunde, und es wird einem dabei keinesfalls langweilig. Viele der Gegenstände sind beschriftet und erklärt, so dass man nicht lange braucht um einen Gegenstand zu verstehen. Selbst auf die Unterscheidung der im Norden ansässige Bergvölker wird eingegangen.

Die Geschichte über das Goldene Dreieck runden die Tour im Museum ab.
Ein Besuch lohnt sich.

Die Landschaft um das Goldene Dreieck

Blick entlang des Mae Kong

Blick entlang des Mae Kong

Wie schon zuvor erwähnt liegt das Goldene Dreieck an der Flussmündung des Mae Ruak in den Mae Kong. Folgt man dem Fluss Ruak erreicht man nach etwa 30 Minuten die Grenzstadt Mae Sai, welche durch eine Brücke mit der Stadt Tachilek in Burma verbunden ist.
Die Landschaft in dieser Richtung ist hügelig und man erkennt das diese Gegend seit vielen Jahre landwirtschaftlich genutzt wird. Fruchtbaumplantagen und Felder säumen den Weg. Dennoch gibt die Landschaft hin und wieder einen idyllischen Blick in das Flussbecken des Mae Ruak frei.

Der Mae Kong wirkt selbst zwischen den Bergen so mächtig

Der Mae Kong wirkt selbst zwischen den Bergen so mächtig

Nicht weit von dem Goldenen Dreieck entfernt befindet sich die ehemals mächtige Stadt Chiang Saen. Heute ist Chiang Sean eher mit einem grösseren Dorf vergleichbar, denn trotz der verkehrsgünstigen Lage hat sich der kleine Ort nicht wirklich in das 21. Jahrhundert begeben. Folgt man jedoch dem Mae Kong flussabwärts, in Richtung Chiang Khong, hat man sehr oft Gelegenheit auf den wunderschönen Flusslauf des Mae Kong zu blicken. Von oben betrachtet wirkt der Mae Kong Fluss, trotz seiner gelb - braunen Farbe, sehr mächtig.
Die gelbe Farbe des Wassers, kommt von den Sandmengen welche der Fluss mit sich führt. Immer wieder bilden sich Sandbänke an denen dann dieser angeschwemmte Sand von den Baufirmen abgebaut wird. Durch die Masse an Sand welcher der Mae Kong mit sich führt, scheint es unzählige solcher Firmen zu geben.

Nach etwa einer Stunde Fahrzeit entlang der Bergkette und am Mae Kong erreicht man schliesslich die Grenzstadt Chiang Khong. Von Chiang Khong aus hat man die Möglichkeit nach Laos zu reisen. In einem unserer nächsten Post werden wir dieses kleine Backpacker Städtchen genauer beschreiben.

Wer sich in den Norden Thailands begibt um die abenteuerliche Kultur des Goldenen Dreiecks zu erleben ist am Goldenen Dreieck richtig. Wenngleich der Ort selbst, mit all seinen rießigen Skulpturen etwas kitschig wirkt, kann man abseits der Hauptattraktion seiner Phantasie freien Lauf lassen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß während Ihres Ausfluges an das Goldene Dreieck.

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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