Chiang Saen

Die Stadt Chiang Saen

Unweit des berüchtigten Golden Dreieck liegt die antike Königsstadt Chiang Saen in Chiang Rai, der nördlichsten Provinz Thailands.

Chedi im Wat Pa Sak

Chedi im Wat Pa Sak

Die Gegend um Chiang Saen war bereits in prähistorischer Zeit besiedelt, was durch Fundstücke welche im Chiang Saen Stadtmuseum ausgestellt sind bewiesen ist. Die Stadt selbst war einer der ersten größeren Siedlungen dieser Gegend.
Chiang Saen wurde im Jahre 1329 von Saen Phu gegründet und erhielt zunächst den Namen Mueang Roi. Saen Phu war ein Enkel des Lanna Gründers Mengrei, welcher die Städte Chiang Rai und Chiang Mai erbaute. Dennoch geht man davon aus, dass die Siedlung um Chiang Saen weitaus älter ist, und dass der berühmte König Mengrei aus der Königsfamilie von Chiang Saen stammt. Jedoch war der Name der Stadt damals Ngoen Yang und hatte enge Wurzeln mit Jinghong (ehemals Chiang Hung).

Während der Kriege mit den Khmer, Laoten und Burmesen war Chiang Saen lange Zeit verwaist. Erst im Jahre 1804 konnte Chiang Saen von der burmesischen Herrschaft befreit werden. Doch es dauerte noch weitere 80 Jahre bis die Stadt auf Befehl des Königs neu besiedelt wurde. Dabei wurden Menschen aus den Provinzen Lampang, Lampun und Chiang Mai angesiedelt.

Chiang Saen Stadtplan

Chiang Saen Stadtplan

Die Form der Stadt Chiang Saen unterscheidet sich grundlegend von den anderen damals erbauten Städten. Die meisten antiken Städte in Thailand gleichen einem Quadrat und sind an vier Seiten von einem Wassergraben und einer Stadtmauer umgeben. In Chiang Saen hingegen wurden die Wassergräben nur an drei Seiten der Stadt gebildet und mit einer Stadtmauer versehen. Der Mae Kong Fluss bildet an der östlichen Seite einen natürlichen Schutz vor Angreifer.
Die Form der der Stadt entspricht eher einem ungleichen Rechteck, welches an den beiden äußeren Ecken durch Wachtürme bewacht wird.

Die Stadt Chiang Saen verfügte über fünf Stadttore.

  • Im Norden das Zang Terng Tor.
  • Im Süden das Din Khor Tor.
  • Im Westen die Tore Nong Mood, Pa Sak und Thap Man.

In der Stadt Chiang Saen, aber auch im Umland gibt es zahlreiche, antike Tempelanlagen zu besuchen. Der wohl bemerkenswerteste und am besten erhaltene Tempel ist der Chedi Luang, aber auch der Wat Pa Sak (Wat = Tempelanlage) ist bemerkenswert.
Der Chedi in diesem in Mon Stil erbauten Tempel ist noch sehr gut erhalten und kann durchaus mit den Anlagen in Sukhothai oder Ayutthaya verglichen werden, obwohl diese Anlage bei weitem nicht deren Fläche erreicht. Die Anlage ist gepflegt und die hohen Teak Bäume wirken erfrischend auf den Besucher.

Die Bäume in dieser gepflegten Anlage spenden Schatten

Die Bäume in dieser gepflegten Anlage spenden Schatten

Chiang Saen Buddha Figuren

Die Statuen prägten den Chiang Saen eigenen Stil

Die Statuen prägten den Chiang Saen eigenen Stil

Auf Grund des grossen buddhistischen Einfluss in Chiang Saen wurde die Architektur der damaligen Bauherren über die Grenzen hinaus bekannt. So wurde beispielsweise der Suan Dok Tempel in Chiang Mai von Phr Muang Kaew erbaut. Dort empfing er drei Mönche aus Chiang Saen damit diese in dem neu erbauten Tempel die Lehren Buddhas predigten.

Chiang Sean prägte über einige Jahre das Aussehen der Buddha Figuren, und so kann man bis Heute bestimmen, welche Buddha Statue aus Chiang Saen stammte.
Die Buddha Statuen aus Chiang Saen haben einen plumpen Körper mit einer hervortretenden Brust.
Der Kopf ist rund, die Harre sind lockig und lang zu einer geschlossenen Lotusblüte gebunden. Das Kinn ist prägnant geformt und die geschlossenen Lippen zeigen ein zurückhaltendes Lächeln. Die Statuen sind meist in der sitzenden, die Mutter Erde als Zeugin anrufenden Position des Buddha.
Diese Art von Buddha Statuen werden im allgemeinen Phra Singh Nuong genannt.

Chiang Saen und seine nähere Umgebung

Etwa 10 km nördlich von Chiang Saen ist das bekannte Goldene Dreieck. Um mehr darüber zu erfahren lesen Sie bitte den entsprechenden Artikel. Doch ausser diesem mzstischen Ort gibt es noch weitere bedeutende Tempel zu besichtigen.
Wie bereits oben erwähnt ist der am Stadtrand platzierte Tempel Pa Sak sehenswert.
Im Nordwesten der Stadt befindet sich der Chedi Phra That Chom Kit, welcher schon zu sehr frühen Tagen der Chiang Saen Geschichte erbaut wurde. Im Jahre 1480 wurde die Tempelanlager erneuert und 1684 nochmals renoviert. Die Form der Bauten ist typisch für die Bauweise des 17. Jahrhunderts.

Antike Tempelanlagen zeugen von dem kulturellen Erbe Chiang Saens

Antike Tempelanlagen zeugen von dem kulturellen Erbe Chiang Saens

Die Tempelanlage Phra That Pha Ngao wurde erst im Jahre 1976 wieder entdeckt, als die Bewohner der Stadt Chiang Saen bei Erdarbeiten auf Ruinen dieses Tempels gestossen sind. Diese Anlage enthält die Buddha Statue Luang Pho Pha Ngao, welche aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Ein weiterer sehr alter und antiker Tempel ist der Phra That Phoo Khao, welcher auf dem Chiang Muang Berg thront. Der Tempel wurde etwa im Jahre 489 A.D. Unter König Phaya Lao Kao Kaew erbaut.

Fazit

Chiang Saen hat viele kulturelle Orte welche man besuchen kann. Man hat in Chiang Saen genügend Ruhe sich von den vielen Ausflügen in das nähere Umland zu erholen, denn bereits ab 20:00 Uhr scheint die Stadt zu schlafen. Dennoch scheint eine Nacht in Chiang Saen durchaus eine willkommene Abwechslung zu sein, denn am Abend gibt es direkt an der Uferpromenade des Mae Kong einen schönen, übersichtlichen Nachtmarkt, der zum bummeln und ausprobieren verschiedener Snacks einlädt.

Mit dem Boot kommt man direkt an das Goldene Dreieck

Mit dem Boot kommt man direkt an das Goldene Dreieck

Wer natürlich lieber in einer etwas belebteren Gegend seinen Abend verbringen möchte, hat es bis nach Chiang Rai nicht allzu weit. Der Linienbus benötigt für die 80 km lange Strecke etwa 90 Minuten. Der letzte Bus verlässt Chiang Saen so gegen 17:00 Uhr. Man erreicht Chiang Rai noch zu einer angenehmen Zeit um dort einen belebteren Abend zu verbringen.

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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