Pai – Nebeneffekte

Das zweite Gesicht von Pai

Kleine Geschichten und Anekdoten

Kontrollstation in den Bergen vor Pai

Kontrollstation in den Bergen vor Pai

Obwohl trotz aller touristischen Attraktionen und der Vielzahl der Besucher ist Pai ein verschlafenes Dorf. Und trotzdem zeigt sich Pai, im Gegensatz zu andren Dörfern in Thailand, mit auffällig vielen Ordnungskräften wie etwa, Armee, Polizei, Imigration Polizei und Drogenpolizei.
Teilweise hat dies natürlich etwas mit den angestammten Transportwegen der burmesischen Drogenschmuggler zu tun, welche ihren Nutzen an manchen Touristen erkannt haben, aber das ist nur einer der Gründe.
Die Abgelegenheit des Dorfes birgt viele Möglichkeiten am Wohlstand teil zu haben und so bietet die hohe Präsenz der thailändischen Gesetzeshüter durchaus auch Nachteile für die Bevölkerung in Pai.

Geschichten aus Pai

Am 24. Dezember 2001, verhaftete die Pai Polizei den Besitzer der Bebop Bar, mit der dubiosen Erklärung, dass er seine Besucher in seinem Live Musik Club tanzen lässt, ohne eine Genehmigung dafür zu haben. Sein Club müsste als Diskothek registriert werden. Gleichzeitig verhängte die Polizei gegen den Bebop Club weiter Auflagen wie etwa eine vorgezogene Sperrstunde.
Glücklicherweise hat sich diese Behandlung gegen die Bebop Bar wieder normalisiert. Mittlerweile machte die Geschichte vom "Tanzverbot in Pai" in ganz Thailand die Runde und sorgte für mitleidvolles Gelächter in anderen Provinzen.

Während der Jahre 2001 und 2003 lies das Pai Distrikt Büro verlauten, dass die Sicherheit der Pai Besucher zu verstärken und zu verbessern sei. Aus diesem Grund mussten alle Hotels und Gästehäuser eine solide Mauer um das Geschäft bauen, obwohl Touristen als auch Hotelbetreiber den weitaus günstiger herzustellenden Bambuszaun bevorzugten.
Es kam zu verstärkten Spannungen zwischen den Geschäftsbetreibern und der Polizei, wobei anzumerken ist, dass jener, welcher Beziehungen hatte von dieser Verordnung verschont blieb.
Ein Hintergrund dieser Verordnung war, dass Pai durch die Anhebung des optischen Standards mehr Qualitätsbesucher anstelle der Billigtouristen erhält. Mittlerweile gibt es in Pai ein ausgewogenes Nebeneinander der Touristen.

Als im Jahre 2003 der Krieg gegen die Drogen durch den ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra ausgerufen wurde, kam es zu mehreren Tötungen durch die Polizeikräfte an der Bevölkerung in Pai.
Seither steht die Bevölkerung den Ordnungskräften sehr skeptisch gegenüber, insbesondere wenn es zu einem größer geplanten Polizeieinsatz kommt.

Im Jahre 2006, erwarb die Pai Polizei ein mobiles Drogentestgerät, welches sie unmittelbar dazu benutzte um Einheimische, aber auch Touristen zum Drogentest zu zwingen.
Diese Maßnahme war jedoch ungesetzlich, zumal bei solchen Razzien ein Drogenbeauftragter der thailändischen Regierung zugegen sein muss. Die eigentliche Thai Verkehrspolizei hat keinerlei Befugnisse einen solchen Test durchzuführen.
Die verhafteten Personen mussten für einige Tage ins Gefängnis in Mae Hong Son. Meist wurden die Inhaftierten nach einer Gebühr in Höhe von 5.000.- bis 10.000.- Baht ohne Gerichtsverhandlung wieder freigelassen.
Das ist Korruption gegen die Bürger und Besucher im allerschlimmsten Ausmaß. Denn wer nicht bezahlt wird trotz illegaler Vorgehen von Seiten der Polizei verurteilt und erhält eine sehr lange Haftstrafe, auch wenn die Beweismittel gefälscht sind.

Januar 2008, Pai machte weltweit Schlagzeilen, als ein Polizist den kanadischen Touristen Leo John Del Pinto auf der Straße erschoss. Nach offiziellen Aussagen, waren beide Betrunken, doch der Polizeibericht beinhaltete eine dem Polizisten entlastenden Bericht. Es wird erwartet das der Polizist Sgt-Major Uthai Dechawiwat von den thailändischen Gerichten freigesprochen wird.

Das idyllisch gelegene, friedvolle Dorf Pai hat durchaus auch seine negativen Seiten. Traurig ist nur die Tatsache, dass viele kriminelle Aktionen im Zusammenhang mit den offiziellen Behörden in Pai gebracht werden. Sei es nun der Drogenschmuggel oder kleinere Korruptionsfälle.
Pai ist eben doch zu weit weg von der thailändischen Zivilisation, und somit haben die wenigen offiziellen das Geschehen in ihrer Hand.

Dennoch, es ist ungefährlich Pai zu besuchen, und wenn man nicht unangenehm auffällt hat man auch in Pai nichts zu fürchten.
Pai hat eben seine eigene Magie.

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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