Uhp’s ich hab’s schon wieder getan (Teil 1)

Blick in eines der vielen Täler der Mae Hong Son Provinz

Blick in eines der vielen Täler der Mae Hong Son Provinz

Nach ungefähr 16 Jahren habe ich die Provinz Mae Hong Son noch einmal mit dem Motorrad besucht. Nach solch langer Zeit, war es äußerst interessant diesen kurzen Motorradtrip noch einmal zu unternehmen. Mit dem Gedanken im Kopf, daß Mae Hong Son landschaftlich wunderschön ist, jedoch eigentlich sehr Rückständig und in seiner Entwicklung brach liegt, bin ich ohne großer Erwartungen in diese Tour gestartet. Doch die Zeit belehrte mich eines Besseren. Ich beschloss die neuen Eindrücke wiederzugeben, welche in mir nach so langer Zeit unweigerlich entstanden sind.

Chiang Mai - Pai - Mae Hong Son - Doi Intanon

Vorwort:

Diese Geschichte soll nicht als Reisedokument dienen, sondern soll die Lust wecken etwas zum zweiten oder dritten mal zu bereisen. Nicht zu vergessen ist der kulturelle Aspekt. Denn nachdem man bereits die Sitten und Gepflogenheiten eines Landes kennt, tritt man persönlich anders auf als bei seiner ersten Reise in die selbe Gegend. Die Umwelt nimmt einen anders war und wir sehen diese mit anderen Augen.

1. Tag:

Start in Chiang Mai - Besuch bei den heißen Quellen in Pongduet - Pai

Unsere Tour startete in Chiang Mai um ca. 10:45 Uhr. Bei Mae Daeng sind wir auf die Bergstraße nach Pai abgebogen.
Nach etwa 1 Stunde Fahrzeit hielten wir bei den Heißen Quellen "Pongduet". Ein Eintrittspreis von 200.- THB für Ausländer ist zu entrichten. Bei Vorlage eines Thai Führerscheines reduziert sich der Preis zu 40.- THB per Person und 20.- THB für ein Motorrad.
Glücklicherweise hatten wir entsprechende Dokumente dabei.

An dieser Stelle möchte ich kurz meine Meinung zu dem Umstand äußern das ausländische Besucher mehr Eintritt als die Thais bezahlen sollen.
Die offiziellen Behörden begründen diese Maßnahme damit, das die National Parks für Thais angelegt wurden. Die Instandhaltung dieser Parks kostet viel Geld und deshalb sollen auch die Besucher anderer Nationen zur Pflege der Anlage beitragen.
Die Preisliste wurde je nach Besucheraufkommen, Lage und Schönheit der Parks erstellt. Auch die Attraktivität des National Parks spielte hierbei eine große Rolle.
Hier ist ein Link zu Thai Visa.com um die genauen Eintrittspreise abzufragen.
Eigentlich habe ich nichts gegen höhere Preise für Touristen. Aber muss es denn gleich das 10fache sein? Sehr viele Thailand Touristen kommen aus Ländern welche nahezu auf dem gleichen wirtschaftlichen Niveau wie Thais ihr Geld verdienen. Für diese Besucher ist ein 10facher Eintrittspreis ein sehr hoher Aufpreis. Schließlich kann dadurch der Eintrittspreis die Kosten der Übernachtung im Guesthaus sehr leicht übersteigen. Und familienfreundlich würde ich dieses Gebaren schon gar nicht nennen.
Aber das ist eben nur meine persönliche Meinung.

Der Nationalpark ist schön gelegen, etwas abseits der Hauptstrecke in einen Talkessel. Die Anlage ist gepflegt und es lohnt sich den etwa 2 km langen Fußmarsch zu unternehmen. Die Landschaftliche Idylle ist beeindruckend. Farne, Lianen und riesige Luftwurzeln. Passend dazu sind die Wege eingerichtet worden. Alte riesige Baumstämme säumen den Weg und passend dazu wurden die Geländer aus Zement geformt. Als Pfadboden dienen alte Eisenbahnschwellen um uns vor dem morastigen Waldboden zu schützen.
Das Restaurant sah etwas verwaist aus, deshalb haben auch wir entschieden etwas weiter auf der Strecke eine zusätzliche Pause einzulegen. Die Bungalows zur Übernachtung wirkten sehr einladend auf uns, nur was sollte man dort weiteres unternehmen, wenn man bereits im Mineralwasser geschwommen ist, die Massage genossen hat und das schwefelhaltige Wasser im Jakuzi die Haut schon zum zweiten Male aufweicht ?

Also sind wir weiter, etwa 15 km in Richtung Pai liegt das Dorf Mae Sai. Ein Dorf welches sich um eine Bushaltestelle und um einen Polizeiposten herum gebildet hat. Oder war es einfach nur die passende Lage, die halbe Wegstrecke Strecke nach Pai ? Und die armen Touristen brauchen doch eine Tasse Kaffee - oder rasten zur Mittagspause ?
Wir wollten einen Snack und hielten an - eine köstliche Kau Soi, etwas scharf im Geschmack, dafür aber löste sich das Hühnchenfleisch schon beim anschauen von den Knochen.

Nun wurden die Kurven enger und es gab wohl kein gerades Stück mehr. Die Aussicht ist oftmals verlockend und ich wollte des öfteren anhalten um Photos zu schießen, doch irgendwie bin ich der Meinung, das diese Art von Landschaftsbildern immer nur in der eigenen Erinnerung so phantastisch sind.

Nach 762 Kurven und nach 98 km haben wir Pai erreicht. Und wie immer, wenn ich hier bin, besuche ich mindestens einmal die Hot Springs am Ortseingang von Pai. Zum Glück hatten wir schon ein Ticket zu einem Nationalpark gelöst, denn wir sollten auch hier Eintritt bezahlen - wofür bitte ? Seit ich vor vielen Jahren das erste Mal diese Quellen besucht habe, hat sich nichts, na ja fast nichts verändert. Doch - es gibt ein Tickethäuschen, also bitte zur Kasse.
Die Heißen Quellen liegen in einem kleinem, lichtem Waldstück. Ein kleiner Fluss, besser gesagt ein Bach schlängelt sich hindurch. Der Bach entspringt einer heißen Quelle im höher gelegenen Teil des Waldes. Die Quelle ist so heiß das man Eier darin abkochen kann. Im unteren Bereich des Baches hat das Wasser die perfekte Temperatur um darin zu baden. Warmes, schwefelhaltiges Wasser verwöhnt den von der Fahrt ermüdeten Körper. Die heißen Quellen von Pai, sind die beste Erholung nach einem erlebnisreichen Tag auf der Straße.

Vom verschlafen Provinzstädtchen zur Backpacker Metropole ist wohl die zutreffendste Beschreibung für Pai. Reiki - und Yoga Kurse, Meditation Retreets, Trekking Angebote jeglicher Art, Kochkurse und Massage Kurse sind wohl nur der äußere Rahmen und um tiefer einzutauchen müsste man wohl ein paar Wochen bleiben.
Und trotzdem ist es wohl einzigartig touristisch und relaxed zugleich.

Persönlich hat mich an diesem einem Abend der Polizist beeindruckt. Nein, nicht der, der den Farrang verhaften wollte, der schon des öfteren hinter einem Marktstand saß, sondern der welcher in kompletter Polizeiuniform als Straßenmusiker für Unterhaltung sorgte. Es sollte doch mehr Polizisten dieser Sorte geben - oder ?

Lesen Sie weiter:

2. Tag: Pai - Tropfsteinhöhle in Pangmapa - Mae Hong Son

3. Tag: Mae Hong Son - Fahrt entlang des Doi Intanon - Chiang Mai

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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Eine Antwort auf Uhp’s ich hab’s schon wieder getan (Teil 1)

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