Uhp’s ich hab’s schon wieder getan (Teil 3)

See Idylle in Mae Hong Son

See Idylle in Mae Hong Son

Mae Hong Son war an diesem Morgen wesentlich wärmer als Pai am Morgen zuvor. Deshalb fiel es uns doch wesentlich leichter nach einem gemütlichen Kaffee das Guesthaus zu verlassen und nochmals ein paar Orte aufzusuchen, welche wir am Abend zuvor zwar gesehen, aber nicht erkundet hatten.

Uns zog es zu dem idyllischen See, denn erstens waren dort ein paar nette kleine Restaurants zum frühstücken und zweitens der doch schon 200 Jahre alte Tempel der Stadt.

Der Tempel Wat Chong Kham wurde im Jahre 1827 von den Herrschern der Stadt Mae Hong Son erbaut. Seinen Namen erhielt der Tempel wegen seiner mit Blattgold veredelten Säulen, welche ursprünglich aus purem Silber hergestellt wurden.
Gleichzeitig war dieser Tempel der erste Tempel dieser Provinz und birgt schon deshalb einige kulturelle Schätze der Umgebung.

Der Tempel beherbergt eine Vihara mit einer Nachbildung des Königs Puttha Sihings. Des weiteren sind verschiedene Kunstgegenstände aus Burma zu besichtigen. Dazu zählen 33 menschliche und tierische Figuren, welche Geschichten aus der Vessentara Jataka darstellen. Diese Figuren wurden von Burmesischen Schnitzern erschaffen und 1857 nach Mae Hong Son gebracht. Die Glasmalereien, welche ebenfalls von Künstlern in Mandalay erstellt wurden, zeigen Szenen aus dem Leben Buddhas und ebenfalls aus der Vessentara Jataka.

Erklärung:

Die Vessantara Jataka (Thai: มหาเวสสันดรชาดก - Maha Wetsandon Chadok) ist einer der beliebtesten avadanas des Theravada-Buddhismus.

Avadana (Sanskrit, Pali: Apadana) ist die Bezeichnung für eine Art von buddhistischer Literatur.

Wichtig wäre wohl noch anzumerken, dass der Tempel Chong Kham neben der traditionellen thailändischen Architektur auch die architektonische Bauweise der Shan, Burmesen und Chinesen aufzeigt.

Einem Besuch bei den Longneck Karen konnten wir ohne Probleme widerstehen. Zum einem mag ich diese Art von Darstellung ethnischer Gruppen nicht, zum anderen findet jeder Tourbus seinen Weg dort hin und zu allerletzt gibt es über diese Tradition der Karen (Paduang) unendlich viele Bücher, Fotos und Berichte. Aber eventuell überlegen wir uns eine Diskussion über das Verhalten der Thais gegenüber den ethnischen Gruppen der Bergstämme zu eröffnen.

Also fuhren wir zufrieden, mit einem Lächeln im Gesicht in Richtung Mae Sariang. Die Kurven wurden länger und die Steigungen in die Berge waren nicht mehr so steil wie an den zwei Tagen zuvor. Dennoch wurde unsere Lust am Fahren nicht getrübt. Zumal auch der Verkehr abnahm und wir oftmals das Gefühl hatten alleine durch diese wunderschöne Provinz zu fahren.

Schon nach kurzer Zeit erreichten wir die kleine Stadt Khun Yuam. Unser Ziel war es die Felder der Mexikanischen Sonnenblumen zu besuchen. Leider war unsere Planung dafür nicht ausreichend. Um diese unendlich erscheinenden Felder in voller Blütenpracht zu sehen, hätten wir diese Tour bereits im November fahren müssen. Pech gehabt, doch die herrliche Landschaft entschädigte uns trotzdem für das Versäumnis.

Uns stellte sich eine andere Frage. Welchen Weg schlagen wir ein. Weiter in Richtung Mae Sariang, was bedeuten würde das die Strecke flacher wäre oder in Richtung Doi Intanon, dem höchsten Berg Thailands, was wiederum bedeutete mehr Berge und mehr steile Kurven. Da wir immer noch Spaß am Fahren hatten, sollte es die zweite Alternative sein. Weiter nach Mae Cham, zum Fuße des Doi Intanon.

Wir fuhren die Strecke fast alleine, außer zwei Japanischer Geländewagen, mit Touristen besetzt, begegneten wir keiner einzigen Seele. Unzählige Kurven brachten uns auf höher gelegene Berge und über lange Bergrücken bis hinunter nach Mae Cham.
Irgendwo in den Bergen passierten wir die Provinzgrenze und als wir schließlich Mae Cham erreichten, hatten wir das Gefühl zu Hause in Chiang Mai zu sein. Geschäftiges Treiben auf den Straßen, weiß getünchte Betonbauten und erschreckend viel Verkehr auf den Straßen. Nein, hier wollten wir nicht bleiben. Außerdem sind es nicht mal mehr 100 km bis Chiang Mai. Das fahren wir doch mit Leichtigkeit. Also - auf geht's zur letzten Etappe, an der Stadt Hot vorbei nach Chiang Mai.

Der Plan die Provinz Mae Hong Son komplett zu fahren ist dabei auch entstanden. Die nächste Tour führt uns über Mae Sariang nach Mae Sot und Tak. Zurück werden wir wohl über Sukothai und Phrae fahren. Aber das ist eine andere Geschichte.

Anhang:

Diese Tour hatte eine Gesamtstrecke von etwa 580 km welche wir ohne jede Anstrengung in diesen drei Tagen fahren konnten. Die Straßen sind fast auf der gesamten Strecke gut ausgebaut. Auch abseits der von uns gefahrenen Route gab es keinerlei Schwierigkeiten.

Die Guesthäuser und Restaurants welche wir besuchten waren meist einfach aber sauber. Auf der gesamten Strecke gibt es unzählige Möglichkeiten gutes Essen und saubere Guesthäuser zu finden. Keine Sorge, sollte der zu erst gewählte Ort nicht perfekt sein, ein paar Meter weiter gibt es die nächste Möglichkeit zum einkehren.

Für diese Tour über 3 volle Tage mit zwei Nächten im Doppelzimmer haben wir für Benzin, Essen, Übernachtungen, Eintrittspreise und unseren privaten Verbrauch etwa 2.600 THB pro Person ausgegeben.

Lesen Sie:

1. Tag: Start in Chiang Mai – Besuch bei den heißen Quellen in Pongduet – Pai

2. Tag: Pai – Tropfsteinhöhle in Pangmapa – Mae Hong Son

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien – und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.

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