Thailand

Allgemeine Informationen zu Thailand

Die thailändische Flagge

Thailändische Flagge

Das Königreich Thailand (Kurzform: Prathet Thai oder Muang Thai), ist ein Staat in Südostasien. Es grenzt an Myanmar, Laos, Kambodscha, Malaysia, das Andamanische Meer (Teil des Indischen Ozeans) und den Golf von Siam (Teil des Pazifiks).

 

Thailand ist in vier unterschiedliche Gebietsformen aufgeteilt

Landkarte Thailand

Landkarte Thailand

Die Nordregion ist bergig, dort befindet sich auch der höchste Punkt des Landes, der Doi Inthanon (2.565 m).
Der Nordosten (auch Isaan genannt) besteht aus der Khorat-Hochebene, einer im Sommer staubtrockenen, in der Regenzeit jedoch überschwemmten Landschaft. Die dortige Bevölkerung ist ärmer als der Durchschnitt des Landes. Der Dialekt des Isaan ist mit dem Laotischen verwandt. Im Norden und Osten des Isaan bildet der Mae Nam Khong oder Mekong die Grenze zu Laos.

Die Zentralregion wird beherrscht vom Mae Nam Chao Phraya, der dem fruchtbaren Land Wasser zuführt und südlich von Bangkok in den Golf von Thailand mündet.
Die Zentralebene und die Ostküste (Eastern Seaboard) sind das wirtschaftliche Herz des Landes. Deshalb ist Thailand auch einer der südostasiatischen Tigerstaaten.

Die Ostregion ist landwirtschaftlich geprägt und liegt am Golf von Siam.
Die wunderschönen Strände und vorgelagerten Inseln führten zu einem verstärkten Tourismus.

Die Südregion liegt auf der langgestreckten malaiischen Halbinsel, die den Pazifischen Ozean vom Indischen Ozean trennt. Der Isthmus von Kra bildet die schmalste Stelle zwischen den beiden Meeren und ist nur 64 km breit. Daher wird er in Thailand auch als "dünner Hals" bezeichnet.

Über 60.000 km² der Landfläche und mehr als 6.000 km² Meeresfläche und Inseln sind als Nationalpark, Wildschutzgebiet oder Meerespark ausgewiesen.

Die größten Städte neben der Hauptstadt Bangkok sind Chiang Mai, Nonthaburi, Samut Prakan, Nakhon Ratchasima (früher Khorat), Khon Kaen und Chonburi.

Klima

Das Klima ist tropisch. In Thailand gibt es drei Jahreszeiten.

  1. Die kalte Jahreszeit (Rudu Nau), November bis Februar, kein Regen, sehr gut zum reisen
  2. Die heisse Jahreszeit (Rudu Roarn), März bis Mai, es herrschen die höchsten Temperaturen (oft deutlich über 35° C)
  3. Die Regenzeit (Rudu Fon), Juni bis September.

Bevölkerung

Die thailändische Bevölkerung

Die thailändische Bevölkerung

75 % der Bevölkerung sind Thai, 14 % Chinesen. Die restlichen Einwohner sind Angehörige der Bergvölker, Khmer, Laoten, Malaien, Moken, Inder, Lolos und Weiße (Farangs).
Der Buddhismus ist in Form des Theravâda Buddhismus Thailands inovizielle Staatsreligion. Mehr als 94 % der Bevölkerung bekennen sich dazu. Andere Religionen genießen staatlichen Schutz: 4 % Moslems (überwiegend Malaien im Süden), 0,6 % Christen und ca. 65.000 Hindus (meist Inder).

Es gibt etwa 18.000 Tempelanlagen, die vor allem in ländlichen Gebieten nicht nur Zentrum des religiösen, sondern auch des sozialen Lebens sind. Traditionell treten fast jeder männliche Thai, einmal im Leben für mehrere Wochen in ein Kloster ein, um sich in der Meditation zu üben und den Regeln der Mönchsgemeinschaft zu unterziehen. Etwa ein Drittel der männlichen Jungendlichen zwischen 12 und 18 Jahren lebt für ein bis sechs Jahre im Tempel.
Stirbt jemand in der Familie, ist es üblich, dass ein Familienmitglied, meist ein Sohn, Enkel oder Neffe, ordiniert wird, um die Totenfeiern als Mitglied der Sangha zu begleiten. Meistens dauert dieser Tempelaufenthalt nur drei, fünf oder sieben Tage.
Mönche, Novizen und Nonnen werden als Vorbilder gesehen und genießen in der Gesellschaft hohen Respekt.

Staatsform

Wappen der Chakri Dynastie

Wappen der Chakri Dynastie

Thailand, das bis 1939 (und für kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1949) Siam hieß, ist der einzige Staat Südostasiens, der dem Kolonialismus trotzen konnte. Aus diesem Grund wurde der Name "Thailand" angenommen, was übersetzt in die deutsche Sprache "Land der Freien" bedeutet.

Thailand ist seit einem unblutigen Umsturz 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Frauen mussten sich das Wahlrecht nicht erkämpfen, es wurde zugleich für alle Bürger eingeführt. In der Vergangenheit übernahm oft das Militär die Macht, während in den neunziger Jahren das Land große Schritte in Richtung Demokratie und Bürgerrechte gemacht hat.

Das Staatsoberhaupt ist der König Rama IX. Dieser hat aber keinen direkten Einfluss auf die Tagespolitik, sondern nimmt nur repräsentative Aufgaben wahr. Er ist der Dienstälteste Monarch der Welt, die allgemein anerkannte moralische Instanz des Landes, das Gewissen der Nation und Identifikationsfigur des Staates. Sein hohes Ansehen in der Bevölkerung, die ihn als Vater der Nation betrachtet, ist überall sichtbar.
Sein Bild hängt in jedem Haus, in fast jeder Hütte des letzten Dorfes, ob bei Buddhisten oder Moslems.

Wirtschaft

Die thailändische Wirtschaft

Die thailändische Wirtschaft

Jahrhundertelang war die Wirtschaft Thailands agrarisch strukturiert und basierte im Wesentlichen auf dem Reisanbau. Obwohl der Reisexport einem staatlichen Monopol unterliegt, ist Thailand auch heute noch mit den Vereinigten Staaten einer der größten Reis Exporteure der Erde.

Schon früh entwickelte sich aufgrund der günstigen geographischen Lage ein Handel mit Indien und dem Kaiserreich China sowie auch Japan. Es entstanden erste Verarbeitungswerkstätten für Keramiken im Norden des Landes bereits im 14. Jahrhundert.

Kultur

Die thailändische Kultur

Die thailändische Kultur

Die thailändische Kultur hat eine jahrhundertelange Tradition, die sich jedoch durchaus neuen Anforderungen und Gegebenheiten anpassen kann. Sie ist geprägt vom Buddhismus. Um die Alltagskultur zu verstehen, ist es wichtig den synkretistischen Charakter thailändischer Religiosität zu beachten, insbesondere die große Bedeutung des Animismus.

Die Achtung vor dem Älteren, aber auch der Respekt vor dem Höhergestellten sind Kennzeichen des gesellschaftlichen Umgangs. Sie äußern sich unter anderem im Wai, dem traditionellen Gruß der Thais untereinander. Der "höher Gestellte" kann aus einer sozial besseren Familie kommen, eine Amtsperson sein, oder er ist unter sozial Gleichgestellten der Ältere. Mönche begrüßen mit dem Wai nur höher gestellte Mönche oder Buddhastatuen und erwidern den Wai von Laien nicht.

In der Nordost Region lebt das kulturelle Erbe der laotisch stämmigen Bevölkerung. Der Norden gehörte zur Lanna Kultur und unterscheidet sich vom Rest des Landes auch heute noch durch einen anderen Menschenschlag, eigene Sitten, besondere Speisen und unterschiedliche Sprache.

Bildung

Die thailändische Ausbildung

Die thailändische Ausbildung

Leider rangiert Thailand seit Jahren auf einem hinteren Platz des asiatischen Bildungsrankings. Formales, wie kostspielige Schuluniformen für verschiedene Wochentage in der Grundschule, lenkt von strukturellen und inhaltlichen Mängeln ab. Die thailändische Regierung plant deshalb schon seit Jahren das Schulsystem komplett zu reformieren. Erschwerend wirkt sich auch die Tatsache aus, daß Thailand  nie Kolonie war, hatte also nie direkten Kontakt mit zeitgenössisch modernen Bildungssystemen des Westens. Während in Staaten wie Malaysia und Singapur die englische Sprache fast eine Selbstverständlichkeit ist, ist dies in Thailand keineswegs der Fall.

Dazu kommt, daß das thailändische Schriftsystem nur von wenigen Ausländern beherrscht wird, was zu einer gewissen Isolierung führt. Bildungsmaterialien in Thai müssen im wesentlichen von Einheimischen geschaffen oder lokalisiert werden.

Nach Abschluss der Grundschule haben die Schüler die Möglichkeit, eine weiterführende Schule oder eine Berufsausbildung zu beginnen, die im wesentlichen auch schulisch durchgeführt wird. Dabei fallen Kosten für Lehrmittel und oft mehr oder weniger lange Anfahrtswege in die nächste größere Stadt an, insbesondere bei Kindern vom Land.

Phitakon Festival

Phitakon Festival

Thailand ist trotz aller wirtschaftlicher und politischer Schwierigkeiten in der Vergangenheit, das wohl am weitesten fortgeschrittene Land welches seine  ursprüngliche Kultur am besten erhalten hat.
Thailand ist das Land der Freien, das Land des Lächelns.

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