Tee aus Thailand

Tee aus Thailand erobert die Geschmäcker

Thailand war bisher nicht unbedingt für exzellenten Tee bekannt. Das lag vor allem daran, dass bis vor wenigen Jahren kein nennenswerter Anbau von bekannten Teesorten stattgefunden hat. Dennoch steht Tee seit Generationen auf dem thailändischen Ernährungsplan.

Teeplantage in Bergen Doi Mae Salongs

Teeplantage in Bergen Doi Mae Salongs

Schon in frühen Zeiten wurden Teeblätter von der Bevölkerung gegessen. Ja, gegessen! Die Blätter werden nicht aufgebrüht, sondern nach dem fermentieren mit Gewürzen angereichert, aufgerollt und gegessen.
Diesen belebenden Snack nennen die Thai Mueang. Er wird auch Heute noch gerne in den Arbeitspausen angeboten.

Neben den Mueang Snacks, gibt es noch weiteren, sehr geschmacksintensive, thailändische Teevarianten. Der Thai Mulberry Tee ist ein großblättriger Grüntee, welcher mit Maulbeerblüten vermischt wird.
Das Aroma dieses bekannten Tees ist eher bitter und ähnelt im Geschmack dem Spinat.

Früchte Tees sind ebenfalls sehr beliebt und wird gern eisgekühlt als Erfrischung gereicht. Die Thai bevorzugen diese Art Erfrischungsgetränk meist vor anderen Markengetränken wie etwa Coca Cola oder Pepsi.

Rosella Hibiskus Blüte

Rosella Hibiskus Blüte

Aus den großen Blüten des Rosella Hibiskus wird ebenfalls ein geschmacklich sehr guter Tee zubereitet. Je nach vorkommen und Zubereitung dieses Tees, erinnert der Tee an Hagebuttentee oder aber an Zitronentee. Die einzelnen Nuancen der Zubereitung bleiben wohl immer ein Geheimnis des Kochs.

Eine eher bekannte thailändische Tee Sorte ist der Jasmin Tee. Es handelt sich dabei um einen mit Jasmin Blüten aromatisierten Tee, wobei die zarten, weißen Jasminblüten direkt nach der Pflückung in den Tee gemischt werden müssen, da sonst der überaus aromatische Jasminblütenduft sich innerhalb der nächsten 20 Stunden nach der Ernte verflüchtigt.

Tee Anbaugebiete

In den beiden nördlichen Provinzen Thailands, Chiang Rai und Chiang Mai, wird seit vielen Jahren chinesischer Oolong Tee angebaut. Doch erst in den letzten 20 Jahren gab es eine kommerzielle Entwicklung dieses Wirtschaftssektors.

Eine Opiumpflanze während der Ernte

Eine Opiumpflanze während der Ernte

Die Hintergründe sind schnell erklärt. Während noch vor vier Jahrzehnten der Opiumhandel bei den Bergvölkern und den Bauern im Norden Thailands das Haupteinkommen war, musste die thailändische Regierung versuchen, diesen illegalen Opiumanbau einzudämmen.
Der thailändische König, Bhumibol Adulyadej, erkannte sehr früh, dass er dieser Bevölkerung einen lohnenswerten, aber dennoch legalen Ersatz anbieten musste.

Die guten Höhenlagen boten sich an für die Pflanzung und Kultivierung aus Taiwan importierter Tee-Pflanzen. Hinzu kam, dass viele in den Bergen ansässige Völker, ihre traditionellen Wurzeln in China hatten. Ein sehr bekanntes Beispiel dafür sind die auf dem Doi Mae Salong ansässigen Kuonmintang aus Süd China.
Aber auch andere Volksgruppen wie etwa die Shan, Lisu und Hmong verstanden Tee in den Bergen zu kultivieren.
Thomas, der deutsche Betreiber der Thai Tee Webseite und des Unternehmens SiamTee hat ein beachtliche Reihe unterschiedlicher Teesorten in Thailand ausgemacht. Zu erwähnen sei hier vor allem der Shan Tee, der von Shan-Bauern entlang der Thai-Burmesischen Grenze angebaut und von SiamTee im Rahmen eines Hilfsprojektes für Flüchtlinge aus Burma in Deutschland vertrieben wird.

Ein weiterer Aspekt der Teekultivierung in Thailand ist die Bewirtschaftung der begrenzten Anbauflächen in den Bergen. Guter chinesischer Tee wächst erst ab einer Höhenlage um die 1200 Meter. Die Thai bevorzugten jedoch in den Tälern zu siedeln, so dass für die später zugewanderten Völker nur die Berglagen übrig blieben. Im Sinne der schnellen und effizienten Generierung einer Einkommensquelle in der unwirtlichen Berglandschaft war der Opiumanbau eine perfekte Art und Weise, Geld für die Familien zu erwirtschaften.
Diese harte Arbeit hat die Bauern in dieser Gegend stark beeinflusst, und so wundert es nicht, dass mit Hilfe der Regierung und des Königshauses, ein umdenken der Bergstämme erfolgreich umgesetzt werden konnte.
Der Teeanbau unterscheidet sich nicht sonderlich vom Opiumanbau, denn in beiden Fällen ist viel Geduld und Handarbeit nötig, da auf den steilen Hängen oftmals keine Maschinen eingesetzt werden können.

Tee vom Maulbeerbaum

Tee vom Maulbeerbaum

Dennoch werden in Thailand jährlich nur etwa 300 Tonnen Tee geerntet. Dafür ist die Qualität dieses Tees eine der besten weltweit.
Mit Geduld und akribischer Arbeit haben es die Bergbauern verstanden einen weltweit anerkannt guten Tee zu produzieren.

Wer das nicht glaubt sollte einmal einen Blick in den Thailand Thai Tee Blog werfen, wo die Themen Teeanbau in Thailand, Anbaugebiete, Produktionsmethoden und Hintergründe ausführlich und gut illustriert behandelt werden.

Bei SiamTee gibt es ausgewählte thailändische Teesorten zu kaufen: Alle im Thailand Tee Blog vorgestellten Tees aus Thailand können direkt im Siam Tee Shop Online-Store bestellt werden.

Besuchen Sie den Siam Tee Shop

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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Eine Antwort auf Tee aus Thailand

  1. ich bin ein sehr großer Fan von asiantischen Tees – besonders von thailändischen. Im Moment bevorzuge ich Jiaogulan. http://www.jiaogulan.eu/

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