Ein thailändisches Tempel Fest

Zeremonie in einem thailändischen Tempel

Das buddhistische Symbol Dhammakak

Das buddhistische Symbol Dhammakak

Vielerorts in Thailand werden in den Tempeln der Gemeinde, Festlichkeiten und Zeremonien abgehalten.

Sei es eine Totenfeier oder die buddhistischen Feiertage welche in den Tempeln zelebriert werden. Der Tempel, die Mönche und die Gebete sind bei diesen Veranstaltungen immer gegenwärtig. Der Tempel ist eine Art Treffpunkt für die Menschen des Dorfes. Bis heute sind sich die Thai der Tradition und der Unterstützung des Tempels bewusst. Deshalb ist bei einer buddhistischen Veranstaltung die gesamte Gemeinde damit beschäftigt die anstehende Zeremonie zu einem besonderen Ereignis werden zu lassen.

Wir haben ein solches Fest besucht und der Ablauf dieses Fest steht stellvertretend für viele andere Veranstaltungen in den Tempeln.

Ein Mönch wird Abt

Der Anlass dieses Festes war, das der langjährige Mönch des Tempels zum Abt befördert wurde. Zuvor hatte er über mehrere Jahre die Pali Sprache studiert und eine weitere allgemeine sozialpolitische Ausbildung durch staatlich geförderte Mönch Schulen erhalten.
Für die Menschen des Dorfes spielt sein bisheriger Lebenslauf nur eine untergeordnete Rolle. Für sie ist vielmehr wichtig das dieser, dem Dorf zugehöriger Tempel, nun einen richtigen Abt hat. Einen ordentlichen offiziellen Vertreter für diesen Tempel. Das steigert die Popularität des Tempels, seinen Einfluss und somit auch den Einfluss der Gemeindevorsteher.
Ein wichtiges Ereignis was schon aus diesem Grund gefeiert werden muss. Natürlich steht die offizielle Zeremonie im Vordergrund und darum kümmern sich alle Gemeindebewohner gleichermaßen. Schließlich will doch jeder irgendwie dabei sein, in die Gemeinschaft eingebunden sein.

Das Dorf wurde zunächst über Lautsprecher darüber informiert das der dem Tempel vorstehende Mönch sein Studium erfolgreich beendet hat und nun zum Abt befördert wird. Ein Tag der Versammlung wird dabei ebenfalls bekannt gegeben.

Auf der Gemeindeversammlung, der jeder Dorfbewohner beiwohnen kann, und auch seine Meinung verbreiten darf, wurde zunächst einmal die Begleitung des Mönchs zu seiner offiziellen Beförderung in Bangkok organisiert. Wie viele Menschen wollen den Mönch nach Bangkok begleiten? Diese und andere Fragen werden bei der ersten Versammlung geklärt.

Als nächstes steht die Zeremonie im Dorftempel an. Zu jeder Zeremonie gehört eine Prozession, wichtige und einflussreiche Staatsbeamte und natürlich wie auf jedem Fest in Thailand ausreichend Essen und Getränke.
Die Dorfschule übernimmt mit traditionellen Tänzen den unterhaltsamen Teil im Tempel. Die Musikgruppe der Dorfältesten spielt traditionelle Lanna und Thai Musik.
Um die Wichtigkeit dieses Festes zu unterstreichen, muss man natürlich die Nachbargemeinden informieren und diese einladen. Das gehört zum Sanook (dem Vergnügen) und deshalb wird meistens noch eine Bühne mit thailändischer Musik und hübschen Tänzerinnen organisiert. Alkoholische Getränke gibt es offiziell keine, doch außerhalb der Tempelmauern wird schon das ein oder andere Glas, gefüllt mit selbst gebrannten Reis Schnaps die Runde machen. Das gehört schließlich auch zum Sanook.

Der Ablauf der Zeremonie

Zunächst wird der neue Abt vom Dorfeingang zum Tempel begleitet. Dabei sitzt er auf einer Art Thron. Einem besonders schön dekorieren Stuhl unter einem Schirm oder Pavillon. Heute wird der Elefant von einem Auto ersetzt. Doch der Gedanke des Einzugs in den Tempel als Erleuchteter ist eigentlich immer noch vorhanden.
Kommt der Abt im Tempel an, werden ihm die Füße gewaschen. Dieser Vorgang dauert schon einige Zeit, da an dieser Zeremonie jeder Buddhist teilnehmen darf. Es folgen noch einige offizielle Ansprachen, bevor der Abt die Ordinationshalle (Bot) betritt. Es folgen Gebete und weitere Glückwünsche. Schließlich wird der Abt geweiht, was an eine Art Krönung oder einen Ritterschlag erinnert. Weitere Gebete folgen und wer innerhalb des Bot keinen Platz findet, der kann über Lautsprecher den Gebeten außerhalb des Bot folgen.

Sobald die Gebete verstummen, folgt der vergnügliche Teil des Festes. Jeder Besucher wird mit guten und kostenlosen Speisen versorgt. Da sehr viele Familien Speisen vorbereitet haben, gibt es eine enorme Auswahl an traditionellen und alltäglichen Gerichten. Tanzvorführungen auf der im Tempel aufgebauten Bühne sorgen für den Sanook.

Wenn es dunkel wird, und die älteren Dorfbewohner bereits das Fest verlassen haben, dröhnt von der Bühne außerhalb des Tempels laute Musik. Typische thailändische Schlager animieren die Besucher zum Singen und Tanzen.

Für das Dorf gilt dieses Fest als eine gelungene Veranstaltung und jeder Bewohner ist glücklich dabei gewesen zu sein. Sicherlich spricht man in vielen Jahren noch über dieses Fest, denn schließlich hat nicht jedes Dorf die Ehre einen Abt im Tempel zu beherbergen.

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien – und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.

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