Das Bildungsniveau in Thailand steigt

Schulreform in Thailand trägt erste Früchte

Schulkinder auf dem Land

Schulkinder auf dem Land

Thailand hat einen phänomenale Anstieg des Bildungsniveaus der Arbeitskräfte erfahren.
Noch im Jahr 1986 betrug die durchschnittliche Schulzeit 5,3 Jahre, im Jahre 2009 dagegen hat sich die durchschnittliche Schulzeit auf 8,2 Jahre erhöht.

Der Anteil an Collage- und Hochschulstudenten ist stetig gestiegen. Es ergibt sich nunmehr die Frage ob es sich die thailändische Bevölkerung nun eher leisten kann, ihre Kinder in weiterführende Schulen zu schicken. Denn wie so oft in ärmeren Ländern können nur Kinder aus reicheren Familien länger zur Schule gehen.

Wie die Grafik zeigt haben in den 80er Jahren nur wenige eine weiterführende Schule besucht. Dies lässt darauf schließen das noch in den 80er Jahren Kinder aus ländlichen Haushalten im Nachteil waren, weil es für diese Gesellschaft keine ausreichende und vor allem kostengünstige Ausbildung gab. Schon früh mussten die jugendlichen Männer auf dem Feld helfen und zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.
Erst nachdem die thailändische Regierung das Schulsystem durch die Bereitstellung kostenloser Bildung bis zum Highschool Abschluss, und durch den Bau von mehr Schulen und Hochschulen reformierte, hatten die Jugendlichen aus allen Regionen die Möglichkeit länger zu studieren.

Schulabschlüsse der 10 – 25 Jahre alten männlichen Schüler

Schulabschlüsse der 10 – 25 jährigen männlichen Schüler, Source: Thailand Development Research Institute

Die Entwicklung der schulischen Ausbildung ist fast gleichzusetzen mit der Entwicklung des durchschnittlichen Haushaltseinkommens in Thailand. Die Schere welche in den 80er und 90er Jahren noch sehr weit geöffnet war, scheint sich nunmehr aufeinander zu zu bewegen. Das hängt auch damit zusammen, dass durch die bessere Ausbildung der Kinder, mehr Geld in die Familie fließt.

Leider ist für die meisten Schüler aus ländlichen Regionen dennoch nach dem Collage Schluss. Während die wohlhabenden Eltern ihre Kinder auf die kostenpflichtigen Universitäten schicken, müssen sich die Kinder der Arbeiterklasse mit einer handwerklichen oder landwirtschaftlichen Tätigkeit zufrieden geben. Für Frauen endet das Schulleben meist im Servicebereich.
So bleibt doch die Einkommensschere weiterhin geöffnet und der Elite Thailands bleiben gewisse Rechte erhalten. Nur oberflächlich hat Thailand mit der Erhöhung der Besuchsdauer der Schulen eine Gleichsetzung der Bevölkerung erreicht. Doch das Einkommensgefälle bleibt weiterhin bestehen.

Wenn diese Hypothese richtig ist, muss die thailändische Regierung das Problem ernsthaft angehen, und eine gerechtere Plattform für Studierende aus sozialökonomisch benachteiligten Verhältnissen schaffen. Eine Abschaffung oder zumindest eine Verringerung der Studiengebühren wäre ein erster Anfang. Schließlich zahlen auch die weniger Vermögenden Thai mit Ihren Steuern für die Universitäten im Lande.

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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