Bangkok – City of Life

Bangkok, City of Life

Emblem von Bangkok, City of Life

Bis in die Gegenwart hinein ist Bangkok mit Abstand die größte Stadt des Landes und spielt darüber hinaus eine enorm wichtige Rolle für Thailand. Bangkok ist mehr als nur die Residenzstadt eines Königreiches, mehr als nur die Hauptstadt eines Staates, es ist „Metropolis", d. h. „Mutterstadt" im ursprünglichen Sinne des Wortes ! Thailand könnte man als das Hinterland der Großstadt Bangkok bezeichnen.

Seit der Gründung Bangkok im Jahr 1782 war es die Residenz der Könige, der Sitz der Regierung, der Haupthafen, das Finanz- und Handelszentrum und die Heimstadt der herrschenden Elite. Von Anfang an war Bangkok das Zentrum thailändischer Kultur und Macht, und für viele Thais ist sein Wachstum an Größe, Reichtum und Macht gleichbedeutend mit der Prosperität und Größe Thailands.

Wer heute diese Stadt besucht, ist überwältigt von dem Warenangebot, dem Luxus vieler Hotels und Restaurants, dem unbeschreiblichen Straßenverkehr und dem selbst für asiatische Verhältnisse beachtlichen Lärm. Wenn der Reisende aus anderen Städten Asiens kommt, in denen das Elend der Massen offen zutage tritt, muss er erst einmal glauben, Thailand berste vor Wohlstand.

Dieser Eindruck dürfte spätestens am vierten Tage einer Ernüchterung Platz machen. Der Fremde erkennt, dass Leben und Aktivität oft ebenso chaotisch sind wie der Verkehr, der die Straßen verstopft. Er erfährt, dass es draußen im Lande breite Schichten Unzufriedener gibt, die man vordergründig Terroristen oder Kommunisten nennt. Er muss schließlich zur Kenntnis nehmen, dass Bangkok von temporären Wogen der Konjunktur nach oben gespült wurde, die instabile Verhältnisse und zweifelhaften Reichtum für wenige schufen, während ein großer Teil der Menschen in ärmlichen Hütten haust und froh ist, für geringsten Lohn, eine Gelegenheitsarbeit zu finden.

Wer auch nur einen Tag in Bangkok zubringt, wird von der Motorisierung der Stadtbevölkerung und dem daraus resultierenden Verkehrschaos beeindruckt sein. Thais vertreten die Auffassung, dass das fahren mit einem Motorgefährt ihr Ansehen fördert. Sämtliche Planungen zur Lösung des Verkehrsproblems in der Hauptstadt wurden durch diese Auffassung paralysiert.
Positiv zu bewerten ist sicher, dass die verantwortlichen Planer sich nicht mehr am Individualverkehr orientieren, sondern das öffentliche Verkehrsnetz stetig ausbauen. Doch besteht weiterhin das Problem ein verkehrsgerechtes Verhalten der Bevölkerung durchzusetzen.

Long Boat, Lang Boot

Personentransport auf den Klongs in Bangkok

Obwohl Bangkok heute nicht mehr das Venedig des Ostens im Sinne eines vorherrschenden Wassertransport ist, haben doch einige Kanäle und vor allem der Chao Phraya ihre Bedeutung als Wasserstraße beibehalten. Allerdings sind die alten Segel- und Ruderboote durch stinkende und lärmende Motorboote ersetzt worden.

Neben der Luftbelastung ist wohl die Lärmglocke der Stadt das Phänomen welches den Beobachter am stärksten beeindruckt. Überdimensionale Auspuffanlagen an den Fahrzeugen, das ständige Pfeifen der Polizisten und Ordnungskräfte, das brüllen der Lautsprecher vor vielen Läden, die elektrisch verstärkten Anpreisungen der Straßenhändler und natürlich die Longtail Boote auf den Kanälen führen dazu, dass mit einer generellen Lärmtaubheit der Bevölkerung gerechnet werden muss.

Schließlich ist das Problem der Wasserverschmutzung zu nennen, das besonders eng mit der Frage der Volksgesundheit verknüpft ist. Der Zustand des Chao Phraya Flusses, ist unter hygienischen Aspekten betrachtet, eine Katastrophe. Fünf Millionen Menschen und über 10.000 Fabriken leiten ihre Abfälle fast ausnahmslos ungeklärt in den Fluss ein. Die dadurch verursachte Belastung des Flusses ist größer als seine natürliche Reinigungskraft.
Ausländische Fachleute haben über das Wasserproblem dieser Riesenstadt alarmierende Gutachten erstellt, doch liegt das Ganze nach Auffassung aller Sachkenner an der Laxheit der Bevölkerung. Ehe Bangkoks Umweltkatastrophe eine durchgreifende Aktion auslöst, muss die Lage so unerträglich werden, dass man die Stadt einfach verlegen oder verlassen muss.

Die Zukunft Bangkoks kann nur im Rahmen eines allseits anerkannten und finanzierbaren Stadtentwicklungsplan durchgeführt werden. Und so bringen auch die Zeitungen der Stadt, seit Jahren in angemessen Abständen offizielle Verlautbarungen über die Notwendigkeit einer Umwelt orientierten Stadtplanung.
Es ist aber klar, dass solch eine Durchführung mit der gesetzlichen und administrativen Basis steht und fällt.  Die geographisch-hydrographischen Schwierigkeiten der Stadtentwicklung erscheinen oft geringer als die, durch die Gewohnheiten und den traditionellen Wertmaßstäben der Bewohner aufgerichteten Widerstände.

Lifestyle in Bangkok

Schick und Teuer, so zeigt sich Bangkok gerne

Dennoch muss man anmerken, dass trotz aller negativen Umwelteinflüsse Bangkok durchaus seinen Flair hat. Sei es das man auf so eng besiedelter Fläche so viele unterschiedliche Eindrücke erhält, oder aber das man trotz der Hektik des Stadtlebens immer wieder Orte findet, welche einem diesen Lärm und Stress vergessen lassen.

Nur indem wir die Bevölkerung Bangkoks beobachten, lernen wir die Ruhe und Gelassenheit der Großstädter Thailands kennen. Die Wartezeiten im Verkehr scheinen keinen übermäßig zu stören und trotz aller Unannehmlichkeiten hat man immer noch die Zeit für ein freundliches Lächeln.

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Über JoJo

Thailand, das Land der Freien - und ich habe das Glück seit 20 Jahren mit diesen freundlichen Menschen zu leben.
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Eine Antwort auf Bangkok – City of Life

  1. THORSTEN sagt:

    Hi Joe Joe,

    schöner Bericht! Mal etwas anderes als nur Zahlen.
    Obwohl es auch mal interessant wäre zu erfahren wie viele wirkliche Thais in der Millionenstadt von Bangkok leben! Neben den Besuchern , Illegalen und Geschäftsleuten aus aller Welt!
    Meiner Meinung nach liebt man Bangkok oder man versucht es zu meiden.
    Meiden aus den Gründen welche Du ja aufgeführt hast wie Verkehr und Lärm…
    Bekomme immer Kopfschmerzen wenn ich mich länger in Bangkok aufhalte.
    Ist aber ein interessantes Erlebnis sich 2 oder 3 Tage in dieser Stadt der Gegensätze aufzuhalten. Die Thailänder nennen Bangkok, „Stadt der Engel“, scherzhafter Weise könnte man sie auch „Stadt der Bengel“ nennen.
    Dieser Kontrast von Arm und Reich, Seite an Seite, strahlt schon eine gewisse Faszination auf seine Besucher aus.
    Nur in wenigen Städten kann man diesen Flair von Neu und Alt; Fortschritt und Brauchtum so intensiv spüren wie in Bangkok.
    Man achte nur einmal auf die zahlreichen Tempel zwischen den Hochhäusern.
    Oder auf die vielen Baracken an den Straßenrändern.
    Meiner Meinung nach findet man nirgendwo anderes in Thailand ein besseres Beispiel für die Macht des Geldes, als in Bangkok.
    Hier entscheiden nicht ökologische oder sonstige Gründe über eine Baugenehmigung, sondern es zählt wer am meisten zahlt.
    Wie auch bei vielen „andern Sachen“!
    Aber zu zahlen sind wir „Fahrrangs“ ja gewohnt hier in Thailand;-)
    Schönen Tag noch und weiter sooo
    Thorsten

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