Lebensraum Thailand

Die Entwicklung eines Landes wird in hohem Masse von seinen physischen Gegebenheiten oder, wie man heute gern sagt, von seiner Umwelt mitbestimmt, und viele Länder stehen vor kaum zu lösenden Problemen, weil die natürlichen oder ökologischen Grenzen der Entwicklung sichtbar werden. Über der Diskussion um Kapital- und Technologietransfer, um die Austauschbedingungen im zwischenstaatlichen Handel und um den Dualismus in Wirtschaft und Gesellschaft vergisst man oft, dass die Sicherung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung eines Landes hochgradig von seinem Naturraumpotential abhängt, das heißt davon, was die Natur hergibt, wenn der Mensch sie zur Deckung seiner Bedürfnisse nutzt.

Thai Flagge

Thailändische Flagge

Thailand, im Großraum Südostasien gelegen, umfasst mit seinen Grenzen Gebiete sehr unterschiedlichen naturräumlichen Typs. Sie reichen von den Mangrovenküsten des warmen südchinesischen Meeres bis in die Bergvegetation der temperierten Zone im Norden. Von Niederschlagsreichen Gebieten mit Regenwäldern an der West- und Südostküste bis zu solchen mit ausgeprägter periodischer Trockenheit im Nordosten. Sie umfassen ausgedehnte alluviale Schwemmländer ebenso wie Mineralreiche gefaltete Gebirge des Paläozoikums.

Kurz - Thailand besitzt ein großes und vielfältiges Naturraumpotential.

Thailand Karte

Thailand

Das thailändische Staatsgebiet umfasst eine Fläche von 514.000 km². Es wird im Norden und Westen von Burma, im Nordosten von Laos, im Südosten von Kambodscha und im Süden von Malaysia begrenzt, wobei die westliche Kordilleren nach Burma, der Fluss Mekong nach Laos und die Phnom-Damrek-Kette nach Kambodscha hin natürliche Grenzen bilden. Die Westküste Südthailands reicht an den Indischen Ozean (Andaman-See), seine Ostküste und die Zentralregion grenzen an das Südchinesische Meer respektive an den Golf von Thailand. Die Landgrenzen belaufen sich auf rund 4.500 km, die Küsten auf etwa 2.600 km.

Geotektonisch ist Thailand zwischen zwei bedeutende Gebirgsketten eingebettet, die beide im Hochland von Pamir entspringen und sich östlich von Tibet nach Süden wenden.

Der Norden wird durch einige nordsüdlich verlaufende Gebirgsfalten geformt, die in die Zentralebene absinken, wobei die östlichste Faltung, die Phetchabun-Kette (auch Zentrales Hochland genannt), die Zentralebene von Nordostthailand, dem Koratplateau, trennt. Im Südosten wiederum geht die Zentralebene in verschiedene Gebirge an der Grenze zu Kambodscha über.
Der Nordosten ist eine zwischen der Phetchabun-Kette, der Phnom-Damrek-Kette und dem Fluss Mekong eingebettete flache Schale, die nur nach Osten entwässert und relativ geringe Niederschläge erhält.
Der halbinselförmige Süden schließlich wird von der Zentralkordillere durchzogen, die das Gebiet in eine gebirgige West- und eine flachere Ostseite teilt. Mehr als 55 % der Landesfläche liegen zwischen dem Meeresniveau und 200m. 20% der Landesfläche liegen höher als 500m über dem Meer. Der höchste Gipfel Thailands, der Doi Inthanon, übersteigt 2.500m.

Durch die relativ schroffen Gebirgsschwellen und die bedeutenden Meeresküsten ist die räumliche Gliederung so ausgeprägt, und die einzelnen Regionen sind hinsichtlich ihres Potentials, ihrer Physiographie und ihres bisherigen Entwicklungsganges so unterschiedlich das sie, isoliert betrachtet, als Wirtschaftsräume eigenen Charakters gelten könnten (Dormer, 1978).

Klimatisch wird Thailand zu den Monsunländern, mit einer trockenen Jahreszeit (November bis April) und einer feuchten Jahreszeit (Mai bis Oktober),  gerechnet.

Bisher erschienen:

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